Ethische Regeln

Ethische Regeln für die Mediation

 

  1. Vertraulichkeit

Informationen, die während der Mediation genannt werden, sind vertraulich.

Die Mediatorin wird im Vorwege der Mediation dafür sorgen, dass die Parteien die ethischen Regeln, darunter jene zur Vertraulichkeit, verstanden haben und sie mit ihren Unterschriften akzeptieren.

 

  1. Freiwilligkeit

Mediation ist freiwillig. Eine Partei und die Mediatorin sind jederzeit berechtigt, die Mediation zu beenden. Es wäre gut für den Verlauf, wenn die Partei oder die Mediatorin in diesem Zusammenhang nennen würde, warum die Beendigung der Mediation gewählt wurde.

 

  1. Neutralität, Unparteilichkeit und Unabhängigkeit

Die Mediatorin ist neutral, unparteiisch und von den Parteien unabhängig. Die Mediatorin mediiert keine Fälle, wenn sie in den Unternehmen der betreffenden Parteien Führungsaufgaben gelöst hat oder Vorstandsposten innehat. Die Mediatorin muss eventuelle Umstände angeben, die als Beeinflussung der Neutralität, Unparteilichkeit oder Unabhängigkeit der Mediatorin betrachtet werden könnten, und gemeinsam mit den Parteien hierzu eine Lösung finden.

Wenn Zweifel zu Neutralität, Unparteilichkeit oder Unabhängigkeit der Mediatorin auftreten, wird die Mediatorin die Mediation beenden.

 

  1. Anforderungen an die Mediatorin

Die Mediatorin hat Qualifikationen hinsichtlich der Ausbildung und Erfahrung auf hohem Niveau. Die Mediatorin ist zur Aufrechterhaltung ihrer Fertigkeiten als Mediatorin verpflichtet.

 

  1. Berater und Beisitzer

Die Parteien können mit oder ohne einen beratenden Beistand wie beispielsweise einen Wirtschaftsprüfer oder einen Anwalt an einer Mediation teilnehmen. Neben den Parteien können Andere, deren Berater und Mediatorin an der Mediation teilnehmen, über deren Umfang sich die Parteien und die Mediatorin einig sind. Die Mediatorin gewährleistet, dass die Parteien gleich stark vertreten sind. Während der Mediation sind es die Parteien, die das Wort zu ihrer Situation führen. Eine Partei ist während der Mediation jederzeit berechtigt, sich mit ihrem Berater auszutauschen (evtl. telefonisch, wenn der Berater nicht zugegen ist).